Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 19. Juni 2021

Die Themen: die vermeintliche Ölfantasie für Sulzer, warum die UBS-Aktien die CS-Titel abhängen, Temenos schwebt in der Wolke und die Spendierhosen der Suva.

«Das schlimmste ­Verbrechen gegen die ­arbeitenden Menschen ­verübt ein Unternehmen, das keine Profite macht.»
Samuel Gompers
amerikan. Gewerkschaftschef (1850–1924)

Liebe Investorin, lieber Investor

Es ist Ihnen sicher nicht entgangen, dass die Rohölpreise am Steigen sind und auf dem höchsten Stand seit zwei Jahren notieren. Die Sorte Brent kostet derzeit rund 75 $ das Fass. Gewichtige Stimmen, etwa von Vitol, Glencore, Trafigura oder Goldman Sachs, sehen einen Anstieg auf 100 $ als realistisch an, berichtet «Financial Times».

Indirekt betrifft das natürlich alle Unternehmen, direkt hierzulande aber nur wenige. Zum Beispiel die Stahlherstellerin Swiss Steel. Ihr Geschäft mit RSH-Stahl, das steht für rost-, säure- und hitzebeständig, macht etwa knapp ein Fünftel des Umsatzes der Gruppe aus und beliefert unter anderem die nordamerikanische Fracking-Industrie über die US-Einheit Finkl Steel. Ein Frühindikator für die Geschäftsaussichten: die Zahl der aktiven US-Ölbohrungen, regelmässig erhoben vom US-Dienstleister Baker Hughes. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

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Herbert Gantenbein 18.06.2021 - 22:29
Wie immer – sehr treffend ihre Markt-Analyse, lieber Praktikus ! Vorallem was CS angeht … was dort abgeht ist nicht nur “haarsträubend” sondern sträflich !! Habe letzthin bei “IN$IDE PARADEPLATZ” reingeschaut und per Zufall einen Artikel entdeckt “PRIDE STATT BUSINESS” ! (08/06/2021) Auf der einen Seite verspielen sie Milliarden (für die Kunden!) aber intern beschäftigt Anderes: Lesbian Day, Pride-Parade, eigener… Weiterlesen »
Jörg Keller 22.06.2021 - 10:28
Auch von mir Zustimmung zu CS vs. UBS: Wenn man selber auch schon an vorderster Front für ein ein paar Global Player arbeiten durfte (nicht im Banking) dann kam man dort oftmals zum Schluss, dass man (mit dem Headquarter-Klotz-am-Bein) für seine Kunden tut, was man eben kann. Oftmals muss man dabei auch noch recht kreativ werden um die eigene Bürokratie… Weiterlesen »