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Der Praktikus vom 2. April 2022

Die Themen: was es mit der Ruhe um UBS auf sich hat, womit Sika punkten wird, warum ein CEO sein Fixum kürzt, von kreativer Luft an der SIX, den Helfern der Swisscom und trickreichen Aktiensplits.

«Niemand kennt die Menschen so gut wie der Beichtvater, der Bankier und der Bettler.»
Carl Fürstenberg
dt. Bankier (1850–1933)

Liebe Investorin, lieber Investor

Ist es Ihnen aufgefallen? Während Credit Suisse eine Flut negativer Nachrichten über sich ergehen lassen muss, ist es um UBS still. Von Geschäftsleitungsmitgliedern hört man so gut wie nichts, obwohl etwa Vermögensverwaltungs-Co-Chef Iqbal Khan in der Vergangenheit nicht scheu war, seine (guten) Leistungen hervorzuheben.

Wäre man böse gesinnt, könnte man unterstellen, Ralph Hamers lasse niemanden glänzen, solange die Genialität seiner (wenig revolutionären) Digitalisierungsstrategie nicht breite Anerkennung bekommt.

Einer lässt sich nun aber nicht davon abhalten, noch einmal eine Runde durch die Medien zu drehen: Ralph Hamers’ Chef, VRP Axel Weber. Nach zehn Jahren an der Spitze, in denen UBS manche Krise hinter sich lassen konnte, tritt er nächste Woche zurück. In der NZZ tut er nun, was er besser als die meisten kann: Er erklärt die Welt.

Dabei lässt der frühere Bundesbankchef es sich nicht nehmen, auf seine richtige Prognose der Folge von tiefen Leitzinsen – galoppierende Inflation – hinzuweisen. Ich kann nur hoffen, dass er auch mit seinen aktuellen Einschätzungen richtigliegt. Dass nämlich China angesichts der harten Massnahmen gegen Russland nicht auf ähnlich kriegerische Ideen kommen wird. Und dass UBS heute ein «nachhaltiges, wenig riskantes Geschäftsmodell» hat.

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