Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 2. Dezember 2020

Die Themen: Autoneum sucht Nachahmer, wer knickt bei Aryzta ein?, Erholung bei Logitech, China im Auge behalten und Goodbye, Urs Rohner.

«Eine Rezession ist, wenn deine Freunde arbeitslos sind; eine Depression ist angesagt, wenn es dich selbst erwischt.»
Charles Bukowski
amerik. Schriftsteller (1920–1994)

Lieber Investor, 

Über Autoneum habe ich mich vergangene Woche sehr gefreut, nicht nur ­wegen der offenbar guten Geschäftserholung und der beachtlichen Margenfortschritte. Gefreut habe ich mich ebenso über die Tatsache, dass hier jemand auch mal zwischen offiziellen Publikations­terminen eine «aktuelle Einschätzung des Geschäftsjahres 2020» – so die Überschrift der Mitteilung – veröffentlicht.

Autoneum sucht Nachahmer

Ich weiss nicht, ob der Autozulieferer ähnlich gehandelt hätte, hätte es weniger Gutes zu berichten gegeben. Grundsätzlich halte ich eine solche Einschätzung aber für sehr aktionärsfreundlich. Sie, liebe Mitinvestoren, kennen das ja auch: Besonders bei Unternehmen, die nur halbjährlich berichten, fehlen einem unter Unsicherheit wie jetzt wichtige Orientierungslinien. Man fühlt sich etwas allein gelassen, wünscht sich verlässliche Hinweise. Autoneum hat diesem Bedürfnis entsprochen. Andere Unternehmen sollten diesem Beispiel folgen. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Tobias Schait 02.12.2020 - 15:16
Aryzta: Der Einstandskurs von Veraison ist ziemlich genau 39 Rappen. Veraison hat einen Firmenanteil von 10% und kann somit die rund 45% anderen Institutionellen Anleger nicht überstimmen. Und auch Veraison, so berichten gut unterrichtete Quellen, würde erst bei einem Angebot weit über 90 Rappen schwach werden. Aryzta hat jetzt die Führung, welche die langfristigen orientierten Aktionäre verdienen. Bei Veräusserungen für… Weiterlesen »
Oliver Schmid 04.12.2020 - 13:09
@Praktius:” Haben Sie etwa gewusst, dass alle kotierten chinesischen Unternehmen ­Berichte über ökologische und soziale Standards publizieren müssen?” Welche Standars meinen Sie hier genau ? Die selber gefälschten. Solange die Chinesen Ihre Konjukturzahlen manipulieren, notleidende Kredite verschleiern, staatl. Bauprogramme im Niemandsland (damit die Wachstumszahlen stimmen) finanzieren, ist den Chinesen nicht zu trauen. Am wenigsten in ökologischen und sozialen Themen. Solche… Weiterlesen »