Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 2. Oktober 2019

Die Themen: das mulmige Immo-Gefühl, die Gipfeli-Dekonstruktion, die Margen von SoftwareOne und das Tollhaus Finanzplatz Schweiz.

«Sie lachen über mich, weil ich anders bin. Ich lache über sie, weil sie alle gleich sind.»
Kurt Cobain
amerikanischer Musiker (1967–1994)

Lieber Investor

Nun ist es raus. Credit Suisse will den Beschattungsfall rund um Ex-CS-Banker Iqbal Khan mit Bauernopfern hinter sich lassen. CEO Tidjane Thiam und VRP Urs Rohner bleiben im Amt, und Khan hat am Dienstag plangemäss seinen neuen Job bei UBS angetreten, wie Sie hier lesen können. Möglicherweise feilt Credit Suisse noch etwas an ihren Corporate-Governance-Strukturen, aber das soll’s dann gewesen sein.

So einfach ist es nicht. Das Duo Thiam/Rohner, das ohnehin nicht gerade umjubelt war (der Aktienkurs lässt grüssen), hat Schlagseite. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich davon so richtig erholt und nochmals volle Kraft voraus fährt. Rohner wird das Schiff ohnehin spätestens 2021 verlassen müssen, und Thiams Chancen, Rohner als VRP zu beerben, sind gesunken.

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Leser-Kommentare

Aloys K. Osterwalder 01.10.2019 - 21:42

Iqbal Khan mag technisch brilliant sein – ich wünsche mir für die UBS Spitze
indessen einen integren und charakterlich soliden Banker mit Bodenhaftung,
dem ich als Kunde und Aktionär vertrauen kann.

Tobias Schait 01.10.2019 - 23:33

Aryzta: Die Dekonstruktion von Derrida hat nichts mit Destruktion gemein, welche wohl der Praktikus meint. Dekonstruieren sollte der Praktikus seine Chiffren und Paradigmen, welche die immer gleichen Strickmuster auf Turnaround-Kandidaten legen. Mal Derrida lesen. Dann versteht der Praktikus, was ich meine.