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Der Praktikus vom 20. Juni 2020

Die Themen: Was Grossbanken haben und Meyer Burger nicht, wie sich Swatch Group und VP Bank auffrischen und was Wirecard und CS verbindet.

«Denke immer negativ und lass dich vom Positiven überraschen! Das ist besser als andersrum.»
Klaus Kinski
dt. Schauspieler (1926–1991)

Lieber Investor, 

Jahrelang haben die Schweizer Grossbanken über die strengen Kapitalvorschriften gejammert, die die Finma 2008 erlassen hat. Und auch über ein Jahrzehnt nach der Finanzkrise scheint das Trauma noch nicht überwunden. Kaum wurde Ende März im Zuge der Coronakrise der antizyklische Kapitalpuffer deaktiviert und die Berechnung der Leverage Ratio bankenfreundlicher gestaltet, setzte Credit Suisse bereits einen Wunschzettel auf und forderte von der Finma, die Lockerungen permanent zuzulassen.

Lernresistenz? Vielleicht. Nun hat auch die Schweizerische Nationalbank in ihrem Finanzstabilitätsbericht UBS und CS daran erinnert, warum sie «gut positioniert» sind, «um die Herausforderungen der Krise zu meistern». Die ­vorteilhafte Situation sei dem grösseren Kapitalpolster zuzuschreiben, das die Banken im Zuge der Too-big-to-fail-­Regulierung aufgebaut hätten. Hört, hört. Umso befremdlicher also, dass nun bereits wieder Widerstand laut wird. Die nächste Krise kommt bestimmt, also lieber genug Puffer als zu wenig.

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Leser-Kommentare

Peter W. Ulli 19.06.2020 - 21:03

Danke für die Ausführungen zu SWON , was mir eigenartig erscheint, die Syndikatsbanken haben der Aufhebung der Sperrfrist zugestimmt. Für was gibt es eigentlich diese Fristen, wenn dann Banken als Diener der Grossaktionäre solche Restriktionen einfach in den Wind schlagen können. Wäre da nicht vielmehr die SIX in der Verantwortung, sie kassiert ja bei jeder Transaktion ihre
Gebühren. ?