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Der Praktikus vom 22. August 2018

Die Themen: Defensive überholen Zykliker, die Frankenstärke gibt zu denken, internationale Implenia, schon wieder Von Roll, und die Kapitalfrage für Kudelski.

«Nichts ist verblüffender als die Wahrheit, nichts exotischer als unsere Umwelt, nichts fantastischer als die Wirklichkeit.»
Egon Erwin Kisch
Prager Journalist und Autor (1885–1948)

Lieber Investor

Die Aktien von Nestlé gab es Anfang Juni für etwas mehr als 73 Fr. zu kaufen. Wer damals auf noch tiefere Kurse hoffte, wurde enttäuscht. Denn wie Nestlé, ein Wert, der gern gekauft wird, wenn sich die konjunkturelle Stimmung eintrübt, haben defensive Titel (wie Tabak und Pharma) seither über Zykliker triumphiert. Mein Kollege Sandro Rosa hat über diese Rotation schon Anfang Juli geschrieben. Nun stellt sich die Frage, wie lange das so weitergeht.

Wenn Defensive wieder relativ besser laufen und Nestlé bei 82 Fr. handeln, dann signalisiert das Unsicherheit oder Gefahr. Anleger glauben offenbar nicht mehr daran, dass Zykliker noch weiter steigen und vielleicht schon 2019 eine Rezession ansteht. Die Gewinnentwicklung stützt diese Interpretation. Im Vergleich zu defensiven Aktien haben sich die Gewinnrevisionen abgeflacht.

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