Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 22. Februar 2020

Die Themen: was mit Ermotti passiert, Julius Bär wird eingeholt, Ypsomed mit zu viel Risiko, Besserung für Meier Tobler und Absteiger Economiesuisse.

«Geld verdirbt den Charakter – vor allem, wenn man keins hat.»
Peter Ustinov
brit.-schweiz. Schauspieler (1921-2004)

Lieber Investor,

Was sich derzeit an den Finanzmärkten abspielt, ist bemerkenswert. Trotz Corona-Epidemie und trüber Wirtschaftsaussichten stehen die Aktienmärkte auf Rekordniveaus, aber gleichzeitig geht Gold, die Krisenwährung par excellence, durch die Decke. Das ist doch schizophren. Anscheinend ist der Markt nicht nur voller Optimisten, es gibt genauso viele Investoren, die sich wegen der Pandemiegefahr ernsthaft Sorgen machen und sich mit lang laufenden Obligationen und Gold absichern.

Man braucht nur die Entwicklung der dreissigjährigen US-Bondrenditen über den Goldpreis zu legen und dabei die Renditeskala umzudrehen: Die Kurven sind praktisch deckungsgleich. Fallen die Langfristzinsen, steigt der Goldkurs. Seit Monaten sind die Zinsen der wichtigste Treiber des Goldpreises. Und weil ich mir nicht vorstellen kann, dass die Oblirenditen noch viel tiefer fallen, würde ich jetzt auch nicht auf noch höhere Goldnotierungen wetten. Ich bin ja ohnehin kein grosser Freund von Gold als Anlage und halte es nur aus Diversifikationsgründen.

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