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Der Praktikus vom 22. Juni 2019

China birgt für Banken Risiken, smart und erneuerbar kann sich auszahlen, Sotheby's und der Spiegel des Kunstmarktes, Seltsames im Depotauszug, und die TKB muss sich an SNB beteiligen.

«Die politischen Eliten lassen sich von einer ideologisch aufgebauschten gesellschaftlichen Komplexität entwaffnen und haben den Mut zu einer gestaltenden Politik verloren.»
Jürgen Habermas
dt. Philosoph und Soziologe (geb. 1929)

Lieber Investor

Die Schweizer Grossbanken forcieren ihr Chinageschäft. In einem Land, wo jede Woche zwei Milliardäre gemacht werden, wollen unsere beiden globalen Vermögensverwalter natürlich nicht hintenanstehen. Doch das Geschäft birgt Risiken, und zwar grössere als anderswo. In einer aufstrebenden Volkswirtschaft, in der Menschen schnell unanständig reich werden, weil sie bei der Privatisierung von Staatsbesitz zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren, kann es sein, dass nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht.

Im Aktionariat einer Gesellschaft, mit der CS ein Joint Venture betreibt, kommt es nun zum Rechtsstreit, genau wegen der Privatisierung des Unternehmens vor fünfzehn Jahren. Das muss für CS nichts heissen, langfristig glaube ich grundsätzlich, dass UBS und Credit Suisse am Vermögenswachstum in China erfolgreich partizipieren werden. Wenn sich allerdings eine ganze Weltregion auf dem Sprung befindet, können einige dabei kurzfristig auch auf die Nase fallen. In China hängen die Früchte keineswegs so tief, wie es den Anschein erweckt.

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