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Der Praktikus vom 22. Juni 2022

Die Themen: Credit Suisse muss tief in die Tasche greifen, Tante Emma erfreut Valora, wie und wo ABB zurückrudert, warum Elon Musk Hundefan bleibt und Achikos unendliche Verschiebungsgeschichte.

«Wenn man billig einkauft, muss man Geduld mitbringen und abwarten, bis der Markt einem zustimmt.»
Benjamin Graham
amerik. Investor (1894–1976)

Liebe Investorin, lieber Investor

Es mag viele Gründe geben, warum Investoren Credit Suisse meiden sollten. Sie kennen meine Skepsis. Doch bei aller Kritik sollten wir doch immer auch fair bleiben. So war jüngst zu lesen, CS sei total verzweifelt, weil sie ihren Geldgebern 9,75% Rendite bieten müsse, sonst werde ihr niemand mehr sein Erspartes überlassen. Steht CS tatsächlich vor dem Ruin, wenn sie eine Rendite bieten muss, die man heute eher von russischen Anleihen kennt?

Es war sicher nicht der beste Zeitpunkt vergangene Woche, in den Ausverkauf an den weltweiten Anleihenmärkten hinein neue Papiere zu begeben. CS begab trotzdem eine nachrangige Dollaranleihe mit einem Coupon von 9,75% zum Nennwert, die sieben Jahre lange nicht zurückgezahlt werden soll. Siebenjährige US-Staatsanleihen rentierten am Freitag rund 3,3%. Dies macht also einen Risikoaufschlag von 6,45 Prozentpunkten für das Kapitalinstrument.

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