Unternehmen / Praktikus 18:20 - 21.03.2017

Der Praktikus vom 22. März 2017

«Ich lasse mir keine Prognosen erstellen, denn ich übergebe mich nicht gerne auf meinen Schreibtisch.»
Charlie Munger
Amerik. Value-Investor (*1924)
Die Themen: Grossbanken als Weltmeister, die Manager und ihre Fehler, der Wasserträger von Leonteq, ein Hoch bei Partners Group und Symetis´ Reise nach Paris.
NEU Per E-Mail-Abo Unternehmen folgen*
lesen sie mehr
zum Stichwort
Aktie
Wertpapier , das einen Anteil am Kapital einer Aktiengesellschaft verkörpert. Es sichert dem Eigentümer Mitgliedschaftsrechte (Stimm- und Wahlrecht an der Generalversammlung) und Vermögensrechte (Recht auf Anteil am Gewinn, Beteiligungsquote bei Kapitalerhöhungen oder am Liquidationsergebnis) zu.
Aktionär
Teilhaber einer AG bzw. Inhaber einer Aktie oder einer Mehrzahl von Aktien.
Bilanz
Periodische Gegenüberstellung sämtlicher Aktiven und Passiven an einem Stichtag. Die Aktivseite gibt Aufschluss über die Verwendung der Mittel, während die Passivseite über die Beschaffung der Mittel (Finanzierung) orientiert. Teil des Geschäftsberichts .
Bonus
1. Erfolgsabhängige Ausschüttung an die Mitarbeiter, vor allem an die oberen Hierarchiestufen (VR , Geschäftsleitung ). Die Ausgestaltung ist ein wichtiges Element der Corporate Governance . 2. Ausserordentliche Ertragsausschüttung eines Unternehmens über die ordentliche Dividende hinaus, z. B. als Jubiläumsbonus. Auch Zusatzdividende genannt.
Börse
Regelmässig stattfindender, nach feststehenden Usanzen organisierter Markt. Je nach den gehandelten Gütern spricht man z. B. von Wertpapier-, Effekten-, Devisen-, Warenbörsen oder Börsen für derivative Instrumente (Terminbörsen ).
Börsengang
Öffnung einer privaten Aktiengesellschaft, deren Aktienkapital bisher ausschliesslich im Eigentum eines beschränkten Personenkreises lag, zur Publikumsgesellschaft durch die Ausgabe und die Kotierung von Aktien. Auch Initial Public Offering (IPO) genannt. Gegenteil: Going Private .
CEO
Angelsächsische Kürzel für Unternehmenschef (Chief Executive Officer), Leiter der Finanzabteilung (Chief Financial Officer), Leiter Anlagestrategie (Chief Investment Officer) sowie Leiter operatives Geschäft (Chief Operating Officer), die gemeinsam die Geschäftsleitung bilden.
Dividende
Der von einer Aktiengesellschaft je Aktie ausgezahlte Gewinnanteil. Die Dividende wird durch die Generalversammlung auf Antrag des Verwaltungsrats festgesetzt. Als Dividende werden auch die Auszahlungen an die Inhaber von Genuss- und Partizipationsscheinen bezeichnet.
GS
Gewinnbeteiligungspapier, das keine Mitgliedschaftsrechte, sondern nur Vermögensrechte (z. B. Dividende , Anspruch auf den Bezug neuer Titel, Liquidationserlös) verleiht. Das wichtigste Beispiel sind Roche GS.
GV
Oberstes Organ einer AG. Neben der ordentlichen jährlichen Versammlung der Aktionäre können auch ausserordentliche GV einberufen werden.
Geschäftsbericht
Enthält ausser der Bilanz und der Erfolgsrechnung Informationen über die künftige wirtschaftliche Entwicklung einer Gesellschaft, die Erfolge einzelner Geschäftszweige etc.
Grossbanken
In der Schweiz UBS und Credit Suisse. Sie sind mit einem Anteil von 50% an der Bilanzsumme und 75% an der Börsenkapitalisierung aller Schweizer Bankaktien die bedeutendste Bankengruppe. Auch international gehören sie zu den grössten Banken.
IPO
Öffnung einer privaten Aktiengesellschaft, deren Aktienkapital bisher ausschliesslich im Eigentum eines beschränkten Personenkreises lag, zur Publikumsgesellschaft durch die Ausgabe und die Kotierung von Aktien. Auch Initial Public Offering (IPO) genannt. Gegenteil: Going Private .
Pari
Börsenkurs oder Emissionspreis , der dem Nennwert eines Wertpapiers entspricht. Ist ein Kurs über pari (d. h. über 100%), weist er ein Aufgeld auf.
Performance
1. Verlauf des Kurses eines Wertpapiers. 2. Meist in Prozenten ausgedrückte Wertentwicklung eines Portefeuilles inklusive Ausschüttungen (reinvestiert). 3. Anlagepolitische Leistung der Leitung eines Anlagefonds, einer Beteiligungsgesellschaft, eines Hedge Fund oder einer Pensionskasse mit Blick auf das Anlageziel.
Publikumsöffnung
Öffnung einer privaten Aktiengesellschaft, deren Aktienkapital bisher ausschliesslich im Eigentum eines beschränkten Personenkreises lag, zur Publikumsgesellschaft durch die Ausgabe und die Kotierung von Aktien. Auch Initial Public Offering (IPO) genannt. Gegenteil: Going Private .
Risiko
In der Finanzmarkttheorie wird das Risiko einer Anlage an den Ertragsschwankungen gemessen. Risiko und Ertrag stehen theoretisch in einem direkten Zusammenhang: Je höher das eingegangene Risiko ist, desto grösser sollte längerfristig der Ertrag der entsprechenden Anlage ausfallen (vgl. Risikomanagement ).
Turnaround
Gelegenheit zum Einstieg in bestimmte Wertpapiere , da sich innerhalb einer Branche oder eines Unternehmens (Turnaround-Kandidat) eine grundlegende Verbesserung abzeichnet.
Unternehmenswert
Wird berechnet, indem zum Börsenwert die Nettoverschuldung addiert bzw. die Netto-Cash-Position davon subtrahiert wird, und ist vor allem bei Unternehmensübernahmen von Bedeutung.
VR
Überwacht und lenkt (über die Strategiefestlegung) für die Gesamtheit der Aktionäre die Geschäftsleitung eines Unternehmens. Die VR-Mitglieder einer AG schweizerischen Rechts müssen in der Regel mehrheitlich das Schweizer Bürgerrecht besitzen und in der Schweiz wohnhaft sein. Der VR besteht aus exekutiven (unternehmensinternen) und nicht exekutiven (externen) Mitgliedern. Immer mehr setzt sich im Rahmen einer guten Corporate Governance die Praxis durch, dass ein bedeutender Teil der VR in keiner geschäftlichen Beziehung zum Unternehmen stehen darf. Der VR wird von der GV gewählt.

Lieber Investor

Der Geschäftsbericht ist ein elementares Dokument für mich als Investor. Wenn ich ein Unternehmen analysiere, schaue ich mir immer die Geschäftsberichte mehrerer Jahre an – und zwar von der Beurteilung des Geschäftsgangs bis zum Anhang des Finanzberichts sowie zum Plazet der Prüfgesellschaft. Trockene Lektüre? Ja, mag sein. Doch Investieren ist Arbeit. Wenn ich Aktien kaufe, dann werde ich Eigentümer; ich beteilige mich an einem Unternehmen, seinen Anlagen, seinen Patenten, setze mich mit dem VR und dem Management in ein Boot. Daher will ich wissen, was ich kaufe.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Ein Kommentar zu «Der Praktikus vom 22. März 2017»

  • Herbert Gantenbein sagt: 15:25 - 23.03.17

    Lieber Praktikus, besten Dank für Ihre immer sehr fundierten und interessanten Kommentare! Ihre Kolumne ist eine der ersten die ich lese, wenn die FuW ins Haus kommt. à propos Partners Group: zum Glück war da noch Ihre Meinung im ‘Praktikus’ denn der allgem. Artikel auf S.7 der Sam.-Ausgabe fand ich eher dürftig für ein Unternehmen mit einem solch soliden Leistungsausweis! Sind wir doch froh und stolz, dass es noch solche Erfolgsgeschichten in der Schweiz gibt ! Sie erwähnen auch den Börsenüberflieger VAT – ja, zum Glück hat ihn Partners Group damals unter seine Fittiche genommen und auf ‘Vordermann getrimmt’; somit konnte das St.Galler Traditionsunternehmen vor einer Uebernahme aus den USA bewahrt werden! Arbeitsplätze konnten so in der Schweiz behalten werden und die Börsen-Erfolgsgeschichte der VAT wurde so erst möglich! Nochmals, ich hätte mir einen etwas “stimmungsvolleren” Artikel zu PGHN gewünscht wie ihn z.B. die Genfer Finanzzeitung AGEFI vom 22.3.17 / S.6 gebracht hat!Vielleicht kommt’s ja noch…. ?

  • Meistgelesene Artikel

    28.04.2017 Makro

    Trumps magere Bilanz

    28.04.2017 Praktikus

    Der Praktikus vom 29. April 2017

    lock-status
    28.04.2017 Meinungen

    Ernüchterung im Weissen Haus