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Der Praktikus vom 22. September 2021

Die Themen: der Evergrande-Schock in engen Grenzen, CS Group dümpeln dahin, der Santhera-Schreck, CPH, das Altpapier und die Schweine sowie die teure Posse von Stadler Rail.

«Es gibt tausend Möglichkeiten, Geld loszuwerden, aber nur zwei, es zu erwerben: Entweder wir arbeiten für Geld – oder das Geld arbeitet für uns.»
Bernard Mannes Baruch
amerik. Financier (1870–1965)

Liebe Investorin, lieber Investor

Die Börse ist wie ein kleines Kind: impulsiv, emotional, irrational. So war ich wenig erstaunt, als am Montag die Märkte, von der Evergrande-Krise verängstigt, eine Mini-Kontraktion hinlegten und Beobachter von einem «Lehman-Moment» sprachen. In solchen Momenten gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die chinesische Regierung die Sache aus dem Ruder laufen lassen wird, zumal eine langsame Abwicklung des Immobilienmolochs auch ohne direkte Intervention abgefedert werden kann.

Für chinesische Banken und Hauskäufer wird es schmerzhaft, und dass sich der heiss gelaufene chinesische Immomarkt etwas abkühlt, liegt im Interesse aller. Ich jedenfalls habe nichts verkauft, im Gegenteil. Es dürfte in den kommenden Tagen und Wochen zwar ruppig bleiben, aber ich nutze Rücksetzer, um Positionen in abgestraften Qualitätstiteln – auch Zyklikern – aufzustocken. Und ja, von Grossbankaktien lasse ich nach wie vor die Finger. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Sibyl Kade 22.09.2021 - 09:05

Ich schätze Ihre Tagesweisheiten sehr, aber der heutigen kann ich nicht zustimmen; da gibt es noch andere Möglichkeiten Geld zu erwerben, z. B. durch Wetten, Spielen, Erben…

A. Stoll-Clucas 23.09.2021 - 09:45

Vor einiger Zeit wurden BCV (Banque Cantonale Vaudoise) gelobt … und wie geht es jetzt weit ?