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Der Praktikus vom 24. Juni 2020

Die Themen: die Schande Wirecard, das vermeintliche Allheilmittel, die lahme Avaloq, das Kunstverständnis und die Frage, ob Tesla König oder Kronprinz ist.

«Sollten Ihnen meine ­Aussagen zu klar gewesen sein, dann ­müssen Sie mich miss­verstanden haben.»
Alan Greenspan
Fed-Chef von 1987 bis 2006 (geb. 1926)

Lieber Investor, 

Als Anleger steht man bei einem Schaden meist allein da. Diese Lehre habe ich aus dem Wirecard-Skandal gezogen. Als geschädigter Investor kann man sich nichts dafür kaufen, dass der Chef der deutschen Finanzmarktaufsicht BaFin, Felix Hufeld, endlich erklärt: «Es ist eine Schande, dass so etwas passiert ist.» Zur Erinnerung: BaFin hatte Strafanzeige ­wegen Marktmanipulation gegen die «Financial Times» eingereicht. Man hatte sie unter einer Decke mit Short Sellers vermutet. Aufklärer wurden so abgeschreckt.

Schande Wirecard

Auch auf Analysten und Wirtschaftsprüfer ist im Ernstfall kein Verlass. Ernst & Young hat die Rechnungslegung von Wirecard jahrelang abgesegnet – inklusive des nun verschwundenen Milliardenumsatzes im Geschäft mit Drittparteien.

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