Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 25. März 2020

Die Themen: die Direkthilfe des Bundes, die unbeirrte Helvetia, die Vergütung bei den Bären und die scheiternde Softbank.

«Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.»
Friedrich Hölderlin
dt. Dichter (1770–1843)

Lieber Investor,

Tag für Tag trudeln Meldungen ein, dass Unternehmen ihre Generalversammlung wegen der Coronakrise ohne Publikum durchführen. Die Aktionäre müssen ihre Stimme über die unabhängigen Stimmrechtsvertreter ausüben, wie es am Dienstag zum Beispiel Nestlé und Schweiter bekanntgegeben haben. In Deutschland übrigens ist das derzeit – noch – gar nicht möglich. Es herrscht Präsenzpflicht. Daher haben viele Konzerne die Aktionärsversammlung verschieben müssen. Erst jetzt wird notfallmässig ein Gesetz auf den Weg gebracht, das die Präsenzpflicht abschafft.

Und die Frist, innerhalb deren die GV stattfinden muss, soll von acht auf zwölf Monate nach Ende des Geschäftsjahres gestreckt werden. Das scheint mir übertrieben. Ich hoffe nicht, dass dies auch hierzulande passiert. In der Schweiz gilt eine Frist von sechs Monaten. Das muss reichen, ob Krise oder nicht. Denn je ­später die GV, desto länger müssen ­Aktionäre auf die Dividende warten.

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