Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 25. Oktober 2019

Die Themen: das IPO von SoftwareOne, die Durststrecke von Vontobel, die goldene Idee von UBS, Lampenfieber bei Meyer Burger, die Zukunft von Sunrise und Bitcoin.

«Die Kunst der Besteuerung liegt darin, die Gans so zu rupfen, dass sie unter möglichst wenig Geschrei so viele Federn wie möglich lässt.»
Jean-Baptiste Colbert
frz. Finanzminister (1619–1683)

Lieber Investor

Sie kennen mich – ich renne nicht jedem Börsengang hinterher. Im Gegenteil. In der Regel bin ich skeptisch. Nur weil ein Unternehmen neu an die Börse kommt, muss es noch lange nicht gut sein. Manchmal kommt es mir nämlich so vor, als werde der Emissionspreis von IPO nach dem Motto «Handgelenk mal Pi» festgelegt. Doch es gibt Ausnahmen. SoftwareOne, die am Freitag das Debüt gefeiert hat, ist eine davon.

Die Valoren des Softwarehändlers kamen zu realistischen 18 Fr. an die Börse; das Unternehmen ist damit 3 Mrd. Fr. wert. Am ersten Handelstag stiegen die Aktien etwas, aber nicht zu viel. So soll es sein. Ein faires Pricing für Anleger und Unternehmen zugleich. Ich gestehe zwar, dass ich mich auch dieses Mal nicht um eine Zuteilung bemüht habe, doch wenn ich so lese, was mein Kollege Eflamm Mordrelle schreibt, dann überlege ich mir ernsthaft, jetzt noch einzusteigen.

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