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Der Praktikus vom 26. Mai 2021

Die Themen: Stadlers Chancen und Risiken mit Lukaschenko, warum Idorsia ein Schlafmittel braucht, worauf UBS und CS warten oder nicht warten und Fussballspenden ohne Steuerabzug.

«Opportunismus ist die Kunst, mit dem Winde zu segeln, den andere machen.»
Alessandro Manzoni
ital. Schriftsteller (1785–1873)

Liebe Investorin, Lieber Investor

Die Schweiz hat sich bisher jeweils den Sanktionen angeschlossen, die von der EU gegen Belarus verhängt worden sind. Genützt hat es nichts. Nun gibt es wegen der erzwungenen Landung eines Ryanair-Flugzeugs in Minsk und der Festnahme des Oppositionellen Roman Protasewitsch neue Sanktionen: Sperrung des Luftraums für Flugzeuge aus Belarus sowie ein Landeverbot auf EU-Flughäfen. Airlines aus der EU sollen den belarussischen Luftraum nicht mehr überfliegen. Wirtschaftliche Sanktionen sollen folgen.

Hierzulande herrscht, abgesehen von einem eher belanglosen Tweet des EDA, eisernes Schweigen. Ich gehe davon aus, dass der Schweiz nichts anderes übrig bleibt, als sich den EU-Massnahmen anzuschliessen, wie auch der Luzerner FDP-Mann Damian Müller, Präsident der Aussenpolitischen Kommission des Ständerats, in einem Interview erklärt hat. Ich weiss, Sanktionen treffen immer auch die Falschen, aber in diesem Fall sehe ich keine andere Option.

Malus für Stadler-Aktien

Im vergangenen Herbst rief ich Ihnen an dieser Stelle in Erinnerung: Aktionäre von Stadler Rail müssen sich gewisser Risiken in Sachen Belarus bewusst sein. Stadler Rails Engagement in der Region Minsk bedingt quasi Kontakte zwischen Diktator Lukaschenko und Patron Peter Spuhler. Der Bahntechniker betreibt ein eigenes Werk nahe Minsk. Die Risiken für Stadler Rail wachsen derzeit. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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