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Der Praktikus vom 27. November 2021

Die Themen: unzufriedene EZB-Angestellte, Kursverfall in SoftwareOne, Credit Suisse und ihre App, Spiele mit Sandoz sowie Dimon und China.

«Man sollte sich wohl ­überlegen, was für ein ­reiches Feld man aufgibt, wenn man Konformist wird.»
Ralph Waldo Emerson
amerik. Philosoph (1803–1882)

Liebe Investorin, lieber Investor

Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht sich einem ganz neuen geldpolitischen Dilemma gegenüber. Ihre eigenen Angestellten in Frankfurt verlangen höhere Löhne. In Deutschland beträgt die Inflation derzeit rund 6%. Angesichts dessen sei die von der EZB vorgeschlagene Lohnerhöhung von 1,3% völlig unzureichend, so die Kritik. Die Währungshüterin könne nicht mal die eigenen Mitarbeiter vor der stark gestiegenen Teuerung schützen.

Knausrige Zentralbank

Was soll die Gescholtene jetzt tun? Auf der einen Seite will die EZB unter ihrer Präsidentin Christine Lagarde eine vorbildliche Arbeitgeberin sein. Das spreche im jetzigen Umfeld für eine zünftige Lohnerhöhung. Damit könnte die EZB auf der anderen Seite aber gegen ihre eigene geldpolitische Haltung verstossen.

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Leser-Kommentare

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oliver schmid 28.11.2021 - 22:05
Das Dilemma der EZB ist kein Dilemma. Bisher wurden die Lohnerhöhungen immer entsprechend der aktuellen Inflation ausgehandelt und nicht irgendeiner zukünftigen Inflation. Die Kristallkugel hat nämlich nicht mal die EZB, um zu wissen wo die Inflation in 6-9 Monaten steht. Aber Ihre Angestellten zahlen schon heute und morgen die inflationierten Preise (also z.B. DE 6%). Wenn es überhaupt ein Dilamma… Weiterlesen »