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Der Praktikus vom 27. Juni 2020

Die Themen: der Franken in einer Währungsunion, die Hände Trumps in der Schweiz, der Schlussakt bei Alpiq, die Hilfe von Wirecard an die SIX und die Shared Desks bei Helvetia.

«Ein leidenschaftlicher Raucher, der immer wieder von der Bedeutung der Gefahr des Rauchens für seine Gesundheit liest, hört in den meisten Fällen auf – zu lesen.»
Winston Churchill
brit. Staatsmann (1874–1965)

Lieber Investor, 

Nun also auch die Amerikaner: Das Fed hat die Ausschüttungspolitik der US-­Banken eingeschränkt. Um die Kapitalkraft zu schonen, dürfen sie im dritten Quartal keine Aktien zurückkaufen und Dividenden nur begrenzt ausschütten. Die EZB wiederum hat Anfang Juni in Aussicht gestellt, das geltende Dividendenmoratorium möglicherweise über den 1. Oktober hinaus zu verlängern. Für mehrere Marktbeobachter ist der Beschluss reine Formsache. Vorauseilend hat der dänische Regulator am Freitag schon mal beschlossen, die Beschränkung frühestens 2021 zu lockern.

Und wir? Hierzulande schütten die Banken weiterhin quasi uneingeschränkt Dividenden aus. Ob sie ihr Kapital weniger schonen müssen als ihre ausländischen Pendants? Das wage ich zu bezweifeln. Ändern dürfte sich an der jetzigen Politik trotzdem nichts. Dass sich die SNB vor einer Woche über die Kapitalpolster der Geldhäuser gefreut hat, mutet da schon fast zynisch an. Dabei wäre es ganz einfach: Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. Das kann für den systemrelevanten Finanzsektor nicht falsch sein.

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Leser-Kommentare

Oliver Schmid 28.06.2020 - 11:15
“Wer Leerverkäufer diskreditiert, ist in vielen Fällen nicht ehrlich”. Da sollten Sie aber mal Elon Musk genauer unter die Lupe nehmen. Als CEO von Telsa wendet er genau einen grossen Teil seiner Zeit dafür auf, also um Leerverkäufer zu diskretitieren. Da er im Gegensatz zu Wirecard eim reales Produkt verkauft (Auto) hat wenigstens hundertausende Fans die unkritisch hinter ihm stehen.… Weiterlesen »