Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 28. November 2020

Die Themen: mattes Gold, hundert Jahre Risiko für 3,3%, Geduld bei Novartis, was Leonteq noch zu tun hat, SFS treu bleiben und Achikos Möchtegern-Test.

«Eine Rezession ist, wenn deine Freunde arbeitslos sind; eine Depression ist angesagt, wenn es dich selbst erwischt.»
Charles Bukowski
amerik. Schriftsteller (1920–1994)

Lieber Investor, 

Sie wissen, ich bin kein grosser Fan von Gold als Anlage. Es wirft keinen Ertrag ab und produziert nichts. Die Zahlungs­bereitschaft nimmt jedoch zu, wenn die Angst um sich greift oder wenn der reale Ertrag auf anderen Anlagen sinkt, wie im ersten Halbjahr geschehen. Beides ist nicht mehr der Fall, im Gegenteil. Das lässt Gold derzeit eher matt aussehen: Der Unzenpreis ist auf 1800 $ gefallen, in Franken ist Gold sogar zurück auf dem Niveau von Anfang Juni.

Als Diversifikationsinstrument hat Gold weiterhin seine Berechtigung im Portfolio. Ein Zukauf drängt sich für mich momentan aber nicht auf. Den grossen Kollaps der Realzinsen sehe ich nicht. Und auch das Argument, dass Investoren von negativ rentierenden Staatsanleihen in Gold umschichten, halte ich für ­veraltet. Oder kennen Sie jemanden, der noch kein Gold im Portfolio hat? Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Tobias Schait 28.11.2020 - 08:25
Die optisch zu tiefe Ratingbewertung von Leonteq ist der volatilen Gewinnentwicklung der letzten Perioden geschuldet. Diese Unsicherheit – trotz solider EK Quote – sehen Ratingagenturen nicht gerne. Die EK Struktur auf der Passivseite wurde jetzt nochmals konservativer gestaltet nach der Erfahrung März/April 2020. Der Aktienkurs ist m.E. völlig unterbewertet (KGV 8 aktuell) und die spannenden Aussichten (joint venture Blackrock etc.)… Weiterlesen »