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Der Praktikus vom 29. Juli 2022

Die Themen: was Fed-Chef Powell um den Schlaf bringt und den SNB-Präsidenten noch nicht, was die Credit-Suisse-Aktie nun wert ist und was die Vorfreude auf Porsche-Titel vermiest.

«Eine gute Regierung ist wie eine geregelte Verdauung – solange sie funktioniert, merken die Leute von ihr kaum etwas.»
Erskine Caldwell
US-Schriftsteller (1903–1987)

Liebe Investorin, lieber Investor

In der Haut von Fed-Chef Jerome Powell will ich nicht stecken. Er muss ständig bekräftigen, dass die US-Notenbank es mit der Inflationsbekämpfung ernst meint. Gleichzeitig muss er aber deutlich machen, dass sie bei weniger Teuerung den Kurs der Zinserhöhungen auch verlassen würde. Als er am Mittwoch nach der Zinserhöhung um 75 Basispunkte einen Ausblick gab, schwang beides mit.

Schub für den Aktienmarkt?

So ist sich das Fed bewusst, dass die Konjunktur erste Schwächezeichen von sich gibt; immerhin ist das Bruttoinlandprodukt der USA nun das zweite Quartal in Folge geschrumpft. Damit ist zwar die Bedingung einer technischen Rezession erfüllt, doch die USA befinden sich noch in einer Hochkonjunktur, die jetzt nur abflaut. Eine sehr geringe Arbeitslosigkeit und schnell wachsende Löhne deuten darauf hin, dass das Fed wohl nicht so bald von der Zinsschraube lassen wird.

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