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Der Praktikus vom 29. Mai 2019

Die Themen: schon wieder Wechsel im Alpiq-VR, mögliche Ehe zwischen Fiat Chrysler und Renault, künstliche Intelligenz für ETF, Novartis macht von sich reden, und Medartis ist zu teuer.

«Mit Worthülsen zu leben, ist immer eine Zumutung, auf Dauer eine Marter, noch länger wird es höllisch.»
Max Dohner
schweiz. Schriftsteller (geb. 1954)

Lieber Investor

Das hat sich aber gelohnt für Xavier Lafontaine. Ende April hatte ich mich schon darüber mokiert, dass der Franzose als Vertreter des Energieriesen EDF in den VR von Alpiq gewählt werden soll. Einer der vier EDF-Vertreter trat an der GV von Alpiq am 14. Mai zurück, auf ihn folgte Lafontaine. Dass der Posten überhaupt wieder besetzt wurde, ist eine Frechheit. Es war ja klar, dass EDF ihr 25%-Paket abstossen wird, und am Dienstagabend meldete Alpiq: Deal abgeschlossen.

Und lapidar wird mitgeteilt: Die Verwaltungsräte François Driesen, Birgit Fratzke-Weiss, Xavier Lafontaine und John Morris treten mit sofortiger Wirkung aus dem VR zurück. Also ganze zwei Wochen sass Lafontaine im Gremium. Er – und die anderen drei EDF-Vertreter – hat sicher noch wahnsinnig viel zum Wohle der Gesellschaft beigetragen, nehme ich an. Frischer Wind von Lafontaine für zwei Wochen. Zu den Vergütungen kein Wort in der Mitteilung. Da bin ich aber gespannt. Und das Publikum hat weiterhin wohl kaum eine Chance, aus der Übernahme mehr als die 70 Fr. je Aktie herauszuschlagen.

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