Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 3. Februar 2018

Die Themen: Rätsel bei Clariant, Wertvernichter Aryzta, Fragen um Lonza-Käufe, das Dilemma von OC Oerlikon, und der schlaue Zukauf von Georg Fischer.

«Volkswirtschaft ist der Zeitpunkt, an dem die Leute anfangen, darüber nachzudenken, warum sie so wenig Geld haben.»
Kurt Tucholsky
dt. Schriftsteller (1890-1935)

Lieber Investor

Es gibt immer noch Rätsel rund um Clariant. Der Chemiekonzern gehört ja jetzt zu gut einem Viertel der saudischen Chemiegruppe Sabic. Unglücklicherweise muss der neue Grossaktionär den bezahlten Preis nicht über die Börse rapportieren. Wie ich höre, soll der Anteil zu einer Prämie gegangen sein.

Eine Prämie wäre einleuchtend. Wer wie der Aktivist White Tale einen Riesenanteil aufgebaut hat, der kommt nicht über den Markt raus, ohne den Kurs zu bewegen. Hätte er den Anteil über Pakete platziert, hätte er garantiert einen Abschlag in Kauf nehmen müssen. Eine andere Sache ist die mit der Übertragung der Aktien. Gemäss Meldung bei der Börse gehen die 24,99% Clariant-Titel erst am 25. Juli auf Sabic über. Bis dahin sind die Stimmrechte wohl im luftleeren Raum, denn Sabic und Clariant legen den Schulterschluss den Wettbewerbsbehörden vor, die je nach Land eine Beteiligung von 20 oder 25% als Ausgangspunkt für ihre Abklärungen nehmen. Bleibt letztlich die Frage, wann Sabic Clariant ganz übernimmt.

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Leser-Kommentare

Thomas Burger 02.02.2018 - 20:45

Zitat: “Tiefkühlkostspezialisten Picard, 2015 für 451 Mrd. € teuer”
Das sollten wohl eher Mio sein, nicht Mrd

Clifford Padevit 03.02.2018 - 09:26

Danke, bereits korrigiert.