Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 3. November 2018

Die Themen: Verunsicherter Verwaltungsrat von Comet, lieber Sunrise als Swisscom, Aryzta arbeitet für die Banken, was bei Zur Rose fehlt, und wie hoch SGS zielt.

«Der Lehrende, der Schenkende und der Helfende sind Vorstufen des Herrschenden.»
Friedrich Nietzsche
dt. Philosoph (1844–1900)

Lieber Investor

Die Serie von unschönen Überraschungen nimmt kein Ende. Diesmal ist es mit Comet wieder ein Technologieunternehmen, und wieder geht es um die Schwäche des Halbleitermarktes, wo lange die Meinung vorherrschte, der Zyklus sei tot.

Der Fall von Comet ist noch ein bisschen spezieller etwa als der von VAT. Denn es ist bereits die zweite Anpassung der Prognose. Der erste Schocker kam Anfang Juli. Aussergewöhnlich ist auch, dass derzeit unter Comet-Aktionären ermittelt wird, wie zufrieden sie mit dem Unternehmen sind. Die Aktionärsumfrage wurde vom scheidenden Verwaltungsratspräsidenten Hans Hess in einem Brief angekündigt und in diesen Tagen durch eine Agentur durchgeführt. Nun sind solche Umfragen nicht ganz gratis, können aber dem Verwaltungsrat ein gutes Feedback geben. Es kommt indes auf die Häufigkeit, den Zeitpunkt und die Fragen an. Wer seine Aktionäre fragt «Finden Sie die Guidance von Comet erreichbar?», will von einem Externen wissen, wie es um das Geschäft steht. Das ist weltfremd und zeigt mir, wie verunsichert der Verwaltungsrat ist.

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Leser-Kommentare

Thomas Wyss 02.11.2018 - 18:48
Ein paar Jahre auf der Erfolgsstrasse und Verwaltungsrat und Management werden etwas gar selbstgefällig oder leichtsinnig. Im Juli war noch nicht absehbar, wie sich das Geschäft bis Oktober entwickeln wird. Aber heute “rechnet” der CEO damit, dass “sich die Märkte, in erster Linie der wichtige Halbleitermarkt, im Jahresverlauf 2019 erholen werden.” Da kann mur nur hoffen, dass diese Einschätzung eher… Weiterlesen »