Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 30. November 2019

Die Themen: die Avancen von Stadler Rail und Kudelski, eine nervige Geduldsprobe, ein Zustupf von Ems-Chemie und Jens Alder in der Klemme.

«Das Fatale am Paradies ist: Man kann es nur im Leichenwagen erreichen.»
Sacha Guitry
frz. Schauspieler u. Regisseur (1885–1957)

Lieber Investor

Beim Asset-Manager GAM geht der Investmentchef von Bord. Halb so wild, meint das Unternehmen. Matthew Beesley habe keine Kundengelder verwaltet und werde nicht ersetzt. Wenn das mal nur stimmt. Nach meinem Verständnis ist der Investmentchef bei einem Asset-Manager eine der wichtigsten Personen. Er soll das Ganze zusammenhalten, eine Richtung vorgeben. Ich habe eher den Eindruck, dass das Licht am Ende des GAM-Tunnels verschwunden ist.

Wenn ich mir den Aktienkurs ansehe, bestätigt sich das ungute Gefühl, das ich schon länger hege. Die Titel handeln nahe dem Tiefst. In weniger als zwei Jahren haben sie mehr als 80% eingebüsst. Aus einer Milliardenbude ist eine geworden, die an der Börse mit noch rund 430 Mio. Fr. bewertet ist. Ein Schnäppchen scheint GAM aber nicht zu sein, sonst hätte schon jemand zugegriffen. Meine Hoffnung schwindet, dass das noch gut kommt. Für mich heisst das: Hände weg.

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Leser-Kommentare

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Tobias Schait 30.11.2019 - 13:28
Für den Praktikus heisst es Hände weg von GAM, weil der Kurs um 80% nachgegeben hat. Ein recht bekannter Investor hat einmal gesagt: “Es gibt keinen Grund eine Aktie zu kaufen, nur weil ihr Kurs gestiegen ist.” Genauso wenig gibt es einen Grund, die Hände von GAM zu lassen, nur weil ihr Kurs gesunken ist. Der Kurs frittiert unser Hirn,… Weiterlesen »