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Der Praktikus vom 31. Juli 2021

Die Themen: Was Zentralbanken von Gold halten, wie Zehnder der Börse einheizt, wie Idorsia Vorschuss erhält, was Bell ausschüttet und welchen Rekord Robinhood erzielt.

«Die ganze Börse hängt nur davon ab, ob es mehr Aktien gibt als Idioten – oder umgekehrt.»
André Kostolany
ungar.-amer. Börsenspekulant (1906–1999)

Liebe Investorin, lieber Investor

Die Zentralbanken feilen an eigenen Digitalwährungen. In Internetforen wird darüber spekuliert, ob und wann die Währungshüter Bitcoin & Co. in ihr Portfolio aufnehmen. Doch einige Zentralbanken haben sich zuletzt auf Altbekanntes besinnt: Gold. Thailand hat 90 Tonnen Gold gekauft, das Edelmetall macht neu 6% der Gesamtreserven aus. Ungarn hat die Goldreserven im ersten Halbjahr gar verdreifacht. Insbesondere Zentralbanken in Schwellenländern würden dieses Jahr noch weitere Goldkäufe tätigen, sagt Goldanalystin Louise Street im Gespräch mit der FuW.

Aus meiner Sicht eine interessante Diversifikationsstrategie: So können sie ihre Dollarreserven reduzieren, ohne eine andere Währung priorisieren zu müssen. Auch ich als Privatanleger setze schon lange auf das Edelmetall, um mein sonst stark auf Aktien ausgerichtetes Portfolio zu stabilisieren: Lieber habe ich den sicheren Goldbarren im Tresor als die Kursschwankungen der Digitalwährungen im Depot.

Zehnder Group heizt ein

Bei der Zehnder Group geht es weiter flott voran, wie der Halbjahresbericht zeigt. Das Unternehmen hat zum Vorjahr fast ein Viertel mehr Umsatz und mehr als doppelt so viel Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) gemeldet. Das hat mich jetzt nicht überrascht, schliesslich wies eine positive Gewinnwarnung schon im Mai darauf hin, dass das erste Halbjahr besser als gedacht ausfallen werde. Wirklich überrascht war ich, weil nicht allein das Lüftungsgeschäft, das ich für den dynamischeren Teil in Zehnders Portfolio gehalten habe, einen grossen Schritt nach vorne gemacht hat. Auch das als gesättigt eingeschätzte Geschäft mit Heizkörpern machte einen Sprung nach vorne und erlöste ein Drittel mehr.

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