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Der Praktikus vom 4. Februar 2017

Die Themen: Vorsicht bei Roche, eine Durststrecke bei ABB, Leonteq im Fokus, unterschätzte Rieter und eine Verspätung von Swatch Group.

«Es gibt zwei Arten von Prognostikern: die, die nichts wissen, und die, die nicht wissen, dass sie nichts wissen.»
John Kenneth Galbraith
kanad.-amerik. Ökonom (1908–2006)

Lieber Investor

Roche oder Novartis? Das ist eine Dauerfrage. Die beiden Pharmariesen haben ihren Jahresabschluss veröffentlicht, und beide haben in etwa geliefert, was von ihnen erwartet wurde. Doch wer wird dieses Jahr besser abschneiden? Das Gros der Anleger setzt derzeit klar auf Roche. Der Konzern gilt an der Börse als Innovationsmaschine. Ganz anders Novartis: Der Lokalrivale hat die Probleme seiner Augenheilsparte Alcon immer noch nicht gelöst. Ausserdem fehlt der Beweis, dass das Herzmedikament Entresto wirklich Multimilliarden-Potenzial hat.

Ich habe eine simple Antwort auf die Frage: Ich besitze beide Aktien. Seit Jahren. Und ich gedenke, sie ewig zu halten. Doch wäre ich gezwungen, mich für eine zu entscheiden, dann würde ich aktuell Novartis bevorzugen. Ich weiss, dass ich damit momentan eher gegen den Strom schwimme. Doch ich denke, die negativen Aspekte sind genügend im Aktienkurs eingepreist. Ausserdem setze ich darauf, dass Novartis im Lauf dieses Jahres bei der Lösung ihrer Probleme vorwärtskommt, was für einen Kursanstieg in der zweiten Jahreshälfte spricht. In der Zwischenzeit stützt ein Aktienrückkaufprogramm, auch wenn das einfallslos ist.

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