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Der Praktikus vom 4. Juni 2022

Die Themen: die zwei Köche von JPMorgan, ein Lichtblick für die Nebenwerte, womit Temenos glänzt, Stadler Rails Unterschriften, wer die SIX strapaziert und Hände weg von Porsche.

«Aufwachsen bedeutet, einige Illusionen zu verlieren, um sich andere anzueignen.»
Virginia Woolf
brit. Schriftstellerin (1882–1941)

Liebe Investorin, lieber Investor

Zu viele Köche verderben den Brei. Manchmal ist das sogar schon bei zweien der Fall. Und so ist es derzeit im Hause JPMorgan, wo CEO Jamie Dimon und Stratege Marko Kolanovic entgegengesetzte Meinungen vertreten. Dimon warnte Anleger vor wenigen Tagen vor einem an den Finanzmärkten aufziehenden «Hurrikan», nicht ausgeschlossen sei gar ein Supersturm à la Sandy. Auf jeden Fall sollen sich Anleger auf Turbulenzen einstellen.

Ganz anders sieht es Kolanovic. Nach Ansicht des Strategen wird es in den Vereinigten Staaten demnächst nicht zu einer Rezession kommen. Sein Ausblick für Aktien ist entsprechend deutlich rosiger. Das irritiert. Klar ist Meinungsfreiheit wichtig. Hier verfehlt sie aber ihren Zweck. Solch widersprüchliche Meinungen sollen intern ausdiskutiert werden. Gegen aussen muss aber geschlossen und mit einer Stimme aufgetreten werden. Alles andere schafft nur Verwirrung.

Signale aus der Talsohle

Die Korrektur in den Schweizer Nebenwerten hat die Fondsindustrie erreicht. Die Aktien kleiner und mittelgrosser Unternehmen haben sich in den letzten turbulenten Monaten viel schwächer entwickelt als ihre grosskapitalisierten Pendants. Nun lockern erste Anlageprodukte ihre Exklusivität, soeben der Swiss Small & Mid Cap von zCapital, bereits im Februar das Konkurrenzprodukt von Mirabaud. Beide sind knapp 1 Mrd. Fr. schwer.

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Leser-Kommentare

Heinrich Tünte 03.06.2022 - 18:17

Die Seite Praktikus in der Fi- WI Ist für mich die Lieblingsseite . H. Tünte