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Der Praktikus vom 5. Oktober 2019

Die Themen: die Hebel bei Julius Bär, das Luxusproblem bei Nestlé, die erstaunliche Sika, die Defensivarbeit von Implenia, der Rückzieher von ADC und Donald Trump.

«Willst Du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.»
Abraham Lincoln
16. Präsident der USA (1809 - 1865)

Lieber Investor

Der durchschnittliche Zins für eine zehnjährige Hypothek ist erstmals unter 1% gefallen. Der «magische» Wert sei Mitte August unterschritten worden, meldet Comparis. Seither sei der durchschnittliche Richtsatz von fünfzig Anbietern wieder auf 1,05% gestiegen. Tatsächlich, auch die von FuW beobachteten dreizehn Hypothekargeber offerierten im Schnitt im September 0,99%, im August waren es sogar 0,9%. Das freut die 40% Eigenheimbesitzer – und die 60% Mieter.

«Nume nid gschprängt», vermeint man da aus den Amtsstuben zu Bern zu hören. Das Bundesamt für Wohnungswesen BWO publiziert jeweils den «hypothekarischen Referenzzinssatz»: Wenn er sinkt, können die Mieter vom Hausbesitzer eine Mietreduktion verlangen. Der Satz verharrt aber seit mehr als zwei Jahren auf 1,5%, trotz sinkender Zinsen. Er wird vierteljährlich angepasst und auf ein Viertelprozent gerundet. Das BWO braucht also zwei Monate, um den Wert zu berechnen. Man hinkt immer mehrere Monate hinterher, und wir müssen uns gedulden. Andererseits: Gibt es dereinst einen Aufwärtstrend, ist das Warten ganz angenehm.

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