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Der Praktikus vom 8. Juni 2019

Die Themen: nochmals ein Jahr Minuszins, Weidmannsheil, Landis+Gyr spricht Klartext, CS und UBS als Vorbild, Scharmützel um Sunrise, und doch nur ein Bluff von Fiat?

«Es ist ein seltsamer Zufall, dass alle die Menschen, deren Schädel man geöffnet hat, ein Gehirn hatten.»
Ludwig Wittgenstein
österr.-brit. Philosoph (1889–1951)

Lieber Investor

Raten Sie mal: Was geschieht mit dem Franken, wenn Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, die Zinswende noch weiter hinausschiebt? Eine Lockerung der Geldpolitik schwächt den Euro, werden Sie jetzt denken. Damit sinkt der Wechselkurs, allenfalls gar unter 1.10 Fr./€, was die Schweizerische Nationalbank wohl in Bereitschaft versetzt, am Devisenmarkt einzugreifen.

Falsch. Der Euro ist nicht schwächer geworden, obwohl Draghi am Donnerstag sein Niedrigzinsversprechen sechs Monate verlängert hat, von Ende 2019 auf mindestens über das erste Halbjahr 2020 hinaus. Der Euro hat in einer ersten Reaktion sogar ein bisschen gewonnen. Verkehrte Welt auch an Europas Aktienmarkt, wo die Kurse eingeknickt sind, und selbst bei den Obligationen: Der Marktzins deutscher Bundesanleihen ist nicht gefallen, sondern gestiegen.

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