Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 9. März 2019

Stadler-VR unter der Lupe, CS lockt mit Research, Ascom und die Ziele, eine freche Sensirion, bittere Erfahrung bei Autoneum, Aryzta muss überzeugen, Swissquote spürt das Ende des Krypto-Hype.

«Pläne sind nichts, aber Planung ist alles.»
Dwight D. Eisenhower
US-General und -Präsident (1890-1969)

Lieber Investor

Jetzt wird es spannend. Bereits nächste Woche könnte die erste Ankündigung für einen Börsengang kommen. Die zwei heissesten Kandidaten sind der Medizinaltechniker Medacta und der Zugbauer Stadler Rail. Wir sind gespannt.

Bei dieser Gelegenheit habe ich mir mal Stadler Rail angeschaut und nicht schlecht gestaunt, wer im Verwaltungsrat des von Peter Spuhler dominierten Unternehmens sitzt. Da ist einmal Christoph Franz, der Verwaltungsratspräsident von Roche sowie Stiftungsrat bei der Göhner-Stiftung, die als Hauptaktionär bei Panalpina gerade eine schlechte Figur abgibt. Und da ist auch ein gewisser Friedrich Merz aus Deutschland. Ziemlich prominent, der Herr Merz. Er wollte Ende 2018 zum Parteipräsidenten der Christlich Demokratischen Union CDU gewählt werden, als Nachfolger von Kanzlerin Angela Merkel. Doch er unterlag. Nicht zuletzt weil er im parteiinternen Wahlkampf, ganz untypisch für ihn, einen groben Fehler beging. Er zählte sich zur gehobenen Mittelklasse, obwohl er gestand, Millionär zu sein. Geht in Deutschland, wo eine Million noch etwas unerreichbarer ist als in der Schweiz, gar nicht. Sollte Stadler an die Börse kommen, bin ich gespannt, ob er bleibt. Schliesslich ist er Verwaltungsratspräsident des deutschen Ablegers des Vermögensverwalters BlackRock. Ob da ein Mandat bei einem kotierten Unternehmen noch drinliegt?

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Leser-Kommentare

Tobias Schait 10.03.2019 - 11:44
Der neuste Trend bei Aryzta geht dahin, dass man Picard überhaupt nicht mehr verkaufen will. Picard bietet gut eine Milliarde zusätzlichen profitablen Umsatz, nur ihr EK müsste auch etwas gestärkt werden. Falls Aryzta selber sich stabilisiert und in ein, zwei Jahren zu Wachstum zurückkehrt, spielt der EK Leverage immer weniger eine Rolle. Es kommt jetzt auf den neuen Spirit bei… Weiterlesen »
Tobias Schait 12.03.2019 - 15:12

Das Management bekräftigt heute die Absicht, Picard verkaufen zu wollen. Man will das vernünftiges Ziel verfolgen, sich nur noch auf das Core Geschäft zu konzentrieren. Allerdings gibt es Kräfte im Aktionariat, welche Picard nicht verkaufen wollen, schon gar nicht ohne Not und wenn schon dann nur zu einem sehr guten Preis.