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Der Praktikus vom 9. November 2019

Die Themen: Dämpfer für Energiekonzerne, Gerüchte um Avaloq, geplatzter ObsEva-Traum, Schmalspurbörsengang und Swiss Re goes China.

«Barkeeper erfahren mehr als Beichtväter und fast so viel wie Psychoanalytiker.»
Clint Eastwood
amerikan. Filmschauspieler (geb. 1930)

Lieber Investor

Es muss schmerzhaft sein für die Energiekonzerne BKW, Alpiq und Axpo. Gerade jetzt, wo die Strompreise endlich wieder steigen, kommt für die Eigentümer der Schweizer Atomkraftwerke der nächste Dämpfer. Der Bund verlangt, dass sie ihre jährlichen Beiträge in die Fonds für Stilllegung und Entsorgung der teilweise musealen Kraftwerke beinahe verdoppeln. Offizielle Begründung ist die langfristig niedrigere Rendite. Statt von real 2,1% geht der Bund neu von 1,6% Verzinsung der Fonds aus.

Dahinter steckt die Sorge des Staates, dass sich die Eigentümer aus dem Staub machen könnten, sollte das Geld für den Rückbau dereinst nicht reichen. Die neuen Alpiq-Eigentümer wollen sich bekanntlich mit «Ring Fencing» vor solchen Nachschusspflichten schützen, was hinter den Kulissen in Bundesbern in den vergangenen Monaten zu Unwohlsein geführt hat, wie man hört. Und wer ist nun der Sündenbock in der Geschichte? Für mich als Anleger keine Frage: Thomas Jordan mit seinen Negativzinsen.

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