Unternehmen / Schweiz

Der SMIM schreitet schwungvoll voran

Der Index mit den dreissig grössten Mid Caps zeigt sich von Diskussionen über Inflation ungerührt. Barry Callebaut ist neu unter den Top fünf der FuW.

Und weiter geht’s. Nachdem der SMIM schon im zuletzt betrachteten Quartal kräftig zugelegt hatte, ging es in den Monaten danach mit ähn­licher Dynamik weiter. Seit dem 16. März, als «Finanz und Wirtschaft» zuletzt die Top fünf gekürt hatte, hat der Index 10,8% gewonnen, nach einem Plus von mehr als 8% in den drei Monaten zuvor.

Seit unserer letzten Betrachtung des SMIM hat die Diskussion über eine möglicherweise bevorstehende allgemeine Inflation und steigende Zinsen an Intensität gewonnen. Die Börsen reagieren bisher unaufgeregt, und die Notenbanken wirken beruhigend ein, indem sie versichern, mit der Teuerung umgehen zu können.

Völlig unbeeindruckt zeigen sich die Märkte dennoch nicht. Einige Markt­segmente holen auf, andere bleiben zurück, wie zum Beispiel der Tech-Sektor. Defensiv oder zyklisch, lautet die grosse Frage. Während zu Beginn der Pandemie die ­Zykliker ins Hintertreffen gerieten, weil alle Welt einen gehörigen Konjunktur­abschwung für möglich hielt, setzte zum Jahreswechsel eine regelrechte Wachstumseuphorie ein. Der SMIM, der deutlich zyklischer zusammengesetzt ist als der Leitindex SMI, eilte davon.

Schere schliesst sich

In den vergangenen drei Monaten hat sich die Schere etwas geschlossen, allerdings auf anhaltend hohem Wachstumsniveau. Der Leitindex hat mit den Avancen seiner defensiven Schwergewichte wie Nestlé, Roche und Novartis zugelegt, ohne dass im selben Zeitraum die zyklischen Mid Caps den SMIM gebremst hätten. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?