Unternehmen / Industrie

Der Stoff für Aufzüge ins All

Seit fast 20 Jahren sucht Graphen, ein Material mit ganz besonderen Eigenschaften, einen Massenmarkt. Holcim und Sika beteiligen sich an der Suche.

Graphen ist eine spezielle Form des reinen Kohlenstoffs. Für deren Entdeckung im Jahr 2004 wurden der russisch-britische Physiker Konstantin Novoselov und sein niederländisch-britischer Kollege Andre Geim mit dem Physik-Nobelpreis ausgezeichnet. Dem Stoff werden wahre Wunderdinge zugeschrieben, doch entgegen den Erwartungen blieb die massenhafte Anwendung des neuen Materials bisher aus. Der Klimaschutz könnte Graphen jetzt zum wirtschaftlichen Durchbruch verhelfen.

In der Natur kommt reiner Kohlenstoff sehr häufig als Graphit vor, sehr selten als Diamant. Eine dritte Erscheinungsform ist der Russ, der bei Verbrennungsprozessen zurückbleibt. In den 1980er Jahren wurden die Fullerene entdeckt, winzige, hohle Kügelchen aus 60, 70 oder mehr Kohlenstoffatomen. Einige Jahre später folgten die Nanoröhrchen aus reinem Kohlenstoff, wenige Nanometer im Durchmesser, mehrere Zentimeter lang. Kügelchen und Röhrchen hatten das gleiche Schicksal wie Graphen: faszinierende Eigenschaften, aber keine Anwendungen im industriellen Massstab.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?