Märkte / Aktien

«Der Tourismus wird sich erholen»

Beat Keiser, Head of Equities Rothschild & Co Bank, rät dennoch ab von klassischen Reiseaktien. Stattdessen setzt er auf Kreditkartenabieter.

Herr Keiser, es war ein turbulentes Jahr für Tourismusaktien. Weshalb sorgt jede Pandemieneuigkeit für Kursbewegungen?
Die starken Kursschwankungen hängen mit dem kurzen Anlagehorizont der Investoren zusammen. Sie kaufen und verkaufen basierend auf kurzfristigen Nachrichten und nicht gestützt auf Fundamentalinformationen. Das ist eher schon Spekulieren anstatt Investieren.

Wie beurteilen Sie die langfristigen Aussichten für die «klassischen» Reiseaktien wie Fluggesellschaften und Hotels?
Ihr Geschäftsmodell ist nicht attraktiv, da sie kaum Preissetzungsmacht und viele Anlagegüter wie Flugzeuge und Hotelräumlichkeiten haben, die auch Kosten verursachen, wenn das Geschäft nicht läuft – so wie jetzt. Das drückt auch auf die Kapitalrenditen und Cashflows, die schon in guten Zeiten alles andere als berauschend sind. Zusätzlich drücken strukturelle Überkapazitäten auf den Preis, weshalb wir von diesen Titeln abraten. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

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Jörg Keller 01.04.2021 - 10:19
Sollte die Pandemie in den kommenden Monaten tatsächlich in die nächste Phase einbiegen mit “beherrschbarem Geschehen” (Impfungen, Tests, kaum noch schwere Erkrankungen), dann kann man wohl mit einiger Sicherheit von einem gewaltigen Reiseboom ausgehen: Privat (viel gespart und man muss Luft ablassen,…so dass man auch auf Business ausweichen wird und sich den Komfort etwas kosten lässt) sowie geschäftlich… will man… Weiterlesen »