Märkte / Makro

Der Ukrainekrieg bringt die Weltwirtschaft zum Entgleisen

Die OECD sagt zwar keine Rezession voraus, präsentiert jedoch einen düsteren Ausblick für die globale Wirtschaft.

Der Krieg in der Ukraine dauert bereits dreieinhalb Monate, und ein Ende zeichnet sich nicht ab. Abgesehen von der menschlichen Katastrophe hinterlässt er immer tiefere Spuren in der Weltwirtschaft. Das wird aus dem Wirtschaftsausblick der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) deutlich, der diese Woche in Paris vorgestellt wurde. «Wir sagen keine Rezession voraus», erklärte OECD-Generalsekretär Mathias Cormann zwar einleitend. Aber tatsächlich stoppen die Vorhersagen nur kurz vor diesem Extremszenario.

Die Ökonomen der Regierungsorganisation, die die Industrieländer repräsentiert, haben ihre Vorhersagen massiv korrigiert. Das Weltwirtschaftswachstum für den Jahresdurchschnitt 2022 wurde um ein Drittel auf 3% zusammengestrichen. Gegenüber dem Vorjahr hat es sich damit fast halbiert. Das Bremsmanöver wird sich auch 2023 fortsetzen. Die OECD rechnet mit 2,8% Wirtschaftswachstum weltweit.

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