Märkte / Makro

Der unmögliche Dreistufenplan der EZB

Die Europäische Zentralbank will die Geldpolitik normalisieren. Aber Zinserhöhungen rücken in weite Ferne, und an einen Bilanzabbau ist gar nicht zu denken.

Zwanzig Jahre alt ist Europas Währungsunion dieser Tage geworden. Aber noch nie lastete eine so grosse Verantwortung auf der Europäischen Zentralbank (EZB) wie 2019. Sie will ihre ultralockere Geldpolitik normalisieren. Das ist leichter gesagt als getan. Wie lässt sich die jahrelange überreichliche Liquiditätsversorgung beenden, ohne Schäden zu verursachen?

Bisher konnte sich die EZB am Vorgehen der US-Notenbank orientieren, die sich zuvor in der gleichen Situation befunden hatte. Aber seit letztem Jahr ist auch das Fed kein Vorbild mehr: Als es begann, seine Aktiven abzustossen, das heisst, auslaufende Anleihen nicht mehr zu ersetzen, schöpfte es Liquidität ab. Kurz darauf platzte die Bewertungsblase an der Börse. Der EZB wird das eine Mahnung sein. Sie muss selbst einen geeigneten Ausweg finden.

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