Märkte / Makro

Der US-Arbeitsmarkt gibt Rätsel auf

Amerikanische Unternehmen haben Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen, während Millionen arbeitslos sind – der Arbeitsmarkt sucht sein Gleichgewicht.

Der amerikanische Arbeitsmarkt schafft derzeit das Unmögliche. Er ist gleichzeitig überhitzt und unterkühlt. Überhitzt, weil es für Unternehmen schwierig ist, offene Stellen zu besetzen, und unterkühlt, weil es Millionen mehr Arbeitslose gibt als vor der Pandemie.

Laut dem grössten Branchenverband der kleinen und mittelgrossen Unternehmen, der National Federation of Independent Business (NFIB), haben per Juni 46% der Mitglieder offene Stellen, die sie nicht besetzen können. Das sind zwar zwei Prozentpunkte weniger als im Vormonat, aber immer noch mehr als jemals zuvor.

Um die gemäss dem Statistikamt mehr als 9 Mio. offenen Stellen zu besetzen, zahlen viele Unternehmen unterdessen eine Antrittsprämie. Bei der Restaurantkette Junior’s in New York sind es 250 $, beim Hotel Harrah’s Resort Southern California in San Diego bis zu 3000 $ und bei der Cybersecurity-Gesellschaft Semperis gar bis zu 20’000 $.

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