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Derivate: Fluch oder Segen?

Die weltweit ausstehenden Derivatvolumen sind so hoch wie seit 2014 nicht mehr. Ob Banken dadurch höhere Risiken entstehen, ist umstritten.

Der Derivathandel läuft auf Hochtouren. Wie die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in ihrem jüngsten Quartalsbericht festhält, lag das weltweit ausstehende Nominalvolumen ausserbörslich gehandelter Derivate im Juni 2019 bei 640 Bio. $ – und damit auf dem höchsten Niveau seit 2014.

Was das für einzelne Finanzinstitute bedeutet, zeigt ein Blick in die Geschäftsberichte kotierter Schweizer Banken. Am gewichtigsten ist das Derivatgeschäft bei den Grossbanken UBS und Credit Suisse. Die UBS weist per Ende 2018 Kontrakt­volumen derivativer Finanzprodukte von 19 295 Mrd. Fr. aus. Bei der Credit Suisse lag der Wert bei 26 329 Mrd. Damit umfasst der Derivathandel der UBS das 28-Fache des Bruttoinlandprodukts der Schweiz (2018: 690 Mrd. Fr.), derjenige der Credit Suisse gar das 38-Fache. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.