Unternehmen / Finanz

Des Schwarzgelds langer Schatten

Mehr Länder wollen Kundendaten von Banken, um an unterschlagene Steuergelder zu gelangen. Auch die Geldhäuser selbst stehen weiter im Visier.

Der ausländische Fiskus steht in den Startlöchern. Nach Frankreich und Italien will jetzt auch Belgien Bankkundendaten von der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) einfordern. Francis Adyns, Sprecher des belgischen Finanzministeriums, sagt zur «Finanz und Wirtschaft»: «Wir warten darauf, das Urteil zu lesen und darin Argumente zu finden, um eine globale Anfrage an die Schweiz aus Belgien zu stellen.» Es wird wohl nicht das letzte Land sein.

Adyns bezieht sich auf das Bundesgerichtsurteil von vergangener Woche, das der ESTV erlaubt, Daten zu über 40 000 französischen UBS-Kunden an Frankreich zu liefern. Belgien kann sich da aber auch Nachbar Holland zum Vorbild nehmen. 2016 hatten die Steuerbehörden der Niederlande ebenfalls nach einem Schweizer Gerichtsentscheid Kontodaten von Kunden der UBS, Credit Suisse, Julius Bär und 2018 von BNP Paribas (Suisse) erhalten.

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