Märkte / Aktien

Schweizer Börse verbucht starkes Plus

Der SMI beendet den Wochenauftakt mit klaren Kursaufschlägen. Banken sind an der Spitze. Auch Europas und New Yorker Börsen legen zu.

(Reuters/AWP/SPU) Die Schweizer Börse startete überaus freundlich in die neue Handelswoche. Vom Einzug des EU-Befürworters Emmanuel Macron in die Stichwahl um das französische Präsidentenamt ging Erleichterung an den Märkten aus (lesen Sie hier mehr). Der SMI (SMI 10153.24 0.62%) schliesst klar im grünen Bereich. Fast alle Valoren im Schweizer Leitindex verzeichneten Zugewinne.

Vor allem die Finanzwerte zogen an. UBS (UBSG 11.375 1.61%), Credit Suisse (CSGN 10.485 2.29%) und Julius Bär (BAER 42.72 2.64%) legten kräftig zu. Auch die Versicherungen avancierten. Zurich Insurance (ZURN 350.1 0.52%), Swiss Re (SREN 73.24 2.43%) und Swiss Life (SLHN 345.1 1.5%) gewannen. Stark war der Zuwachs auch bei Luxusgüterherstellern. Richemont (CFR 59.24 3.13%) und Swatch Group (UHR 199.35 3.18%) avancieren.

LafargeHolcim (LHN 44.38 1.07%) zeigten sich unentschlossen nach der Mitteilung, dass CEO Eric Olsen den Konzern verlässt (lesen Sie hier mehr). Für den Zementriesen kann es ein Neuanfang sein, wie FuW-Redaktor Arno Schmocker kommentiert. Bei Handelsende notierten die Aktien als einzige im Minus.

Verhalten reagierten Actelion. Johnson & Johnson (JNJ 146.97 -0.72%) scheint mit der Übernahme am Ziel zu sein. Der US-Konzern hält laut provisorischem Endergebnis 92,62% der Aktien.

Schindler auf Allzeithoch

Villars (VILN 710 0%) schwangen oben aus. Die PS von Schindler (SCHP 235.4 1.68%) lagen über 200 Fr. und markierten somit ein Allzeithoch. Zudem verzeichneten Georg Fischer (FI-N 881.5 2.68%), Temenos (TEMN 137.95 2%) und Dufry (DUFN 28.64 8.94%) deutliche Avancen. Im frühen Handel belasteten vor allem die Werte ex Dividende. Folgende Val0ren wurden heute ohne Dividende gehandelt: Lindt & Sprüngli (LISN 79000 2.2%), Bank Coop, Bank Linth (LINN 494 -0.4%), Comet (COTN 142.8 0.14%), Emmi (EMMN 836 -0.06%), Flughafen Zürich (FHZN 125.7 3.88%) und Siegfried (SFZN 520.5 1.17%).

Wallstreet mit klarem Plus

Die Märkte in den USA eröffnen klar stärker. Der Dow Jones (Dow Jones 27686.91 -0.38%) begann den Handel 1% im Plus. Der breiter gefasste S&P-500 gewann bei Handelsschluss in Europa ebenfalls 1% und auch der Nasdaq kletterte 1%.

Zu den grössten Gewinnern gehörten auch in den USA die Finanztitel. JP Morgan Chase, Goldman Sachs (GS 211.06 0.8%) und American Express (AXP 103.26 1.61%) profitierten deutlich. Die Anteilsscheine des Herstellers von medizinischen Geräten, C R Bard sprangen rund 20% in die Höhe, nachdem Konkurrent Becton Dickinson ein Übernahmeangebot für 24 Mrd. $ auf den Tisch gelegt hatte. Becton bietet je Bard-Aktie 317 $.

Frankreich zog an 

Der Pariser Aktienindex CAC 40 (PX1 5027.99 2.41%) eröffnete deutlich stärker und notierte auf dem höchsten Stand seit zwei Jahren. Den Schwung aus Frankreich nahmen auch die übrigen europäischen Werte mit. Der Euro Stoxx 50 (Euro Stoxx 50 3332.12 2.22%) nahm ein klares Plus vom Parkett. Der deutsche Leitindex DAX erklomm gar ein Rekordhoch. Die neue Bestmarke in Frankfurt ist nun 12’454 Punkte.

Macron gab Japan Aufwind

Der Ausgang der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich beflügelte auch die Börse in Tokio. Der japanische Leitindex Nikkei legte bis zum Mittag 1,3% zu. Der breiter gefasste Topix kletterte 1%.

An den anderen Börsen in Asien zeichnete sich ein gemischtes Bild ab. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans trat auf der Stelle. Der südkoreanische Aktienmarkt in Seoul legte leicht zu. Die chinesische Börse in Schanghai gab dagegen nach. Einen so deutlichen Kursrückgang hatten die chinesischen Märkte seit Dezember nicht mehr verzeichnet (lesen Sie hier mehr). Auch der Hang Seng (Hang Seng 24890.68 2.11%) in Hongkong lag im Minus.

Gold sackte ab

Die Erleichterung an den Märkten liess Gold (Gold 1912.15 -5.55%) billiger werden. Der Preis für eine Unze verlor 0,8% auf 1274 $. Öl der Sorte Brent (Brent 44.62 0.22%) gab ebenfalls nach. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent kostete knapp 52 $.

Euro im Hoch

Gegenüber dem US-Dollar setzte der Euro zum Höhenflug an und stieg auf ein neues Vier-Wochen-Hoch. Auch zum Franken konnte die Gemeinschaftswährung zulegen – zumindest zeitweise auf deutlich über 1.08 Fr. Der Euro kostet um 17:40 Uhr 0,2% mehr bei 1.0818 Fr. Der Dollar steigt zum Franken knapp 0,3% (zwischenzeitlich fast +0,5%) und notiert aktuell bei 0.9964 Fr.