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Deutsche Bank schafft kleinen Gewinn

Nach drei Minusjahren in Folge hat es das krisengeplagte Finanzhaus 2018 wieder in die schwarzen Zahlen geschafft. Im vierten Quartal resultierte allerdings ein Verlust.

(Reuters) Die Deutsche Bank (DBK 7.783 -0.54%) hat es 2018 nach drei Verlustjahren in Folge wieder in die schwarzen Zahlen geschafft. Wie das grösste deutsche Geldhaus am Freitag in Frankfurt mitteilte, lag das Ergebnis unter dem Strich bei 341 Mio. €. Im vergangenen Jahr hatte das Institut einen Nettoverlust von 735 Mio. € hinnehmen müssen. Der seit gut zehn Monaten amtierende Vorstandschef Christian Sewing äusserte sich zufrieden: «Die Rückkehr in die Gewinnzone zeigt, dass die Deutsche Bank auf dem richtigen Weg ist.»

Nun gehe es darum, die nächsten Schritte zu tun: «Wir werden 2019 die Kosten weiter senken und gleichzeitig in Wachstum investieren. So werden wir unsere Profitabilität auch über das laufende Jahr hinaus substanziell steigern.» Der Stellenabbau laufe planmässig. Auch auf der Kostenseite sieht Sewing Erfolge und wird ehrgeiziger. In diesem Jahr sollen die Kosten auf 21,8 Mrd. € sinken. 2018 lagen die bereinigten Kosten bei 22,8 Mrd. € und damit unterhalb der Zielmarke von 23 Mrd.

Die Aktionäre sollen eine stabile Dividende von 11 Cent je Aktie bekommen. In den vergangenen Jahren hatte das Institut den Anteilseignern jeweils lediglich eine magere Pflichtdividende ausgeschüttet.

Viertes Quartal bremst Bank aus

Wie andere grosse Institute litt die Deutsche Bank im vierten Quartal unter den Turbulenzen an den Finanzmärkten und rutschte im Gegensatz zu den wichtigsten US-Konkurrenten in die roten Zahlen. Das Minus belief sich auf netto 409 Mio. €. Vor allem der Handel mit Wertpapieren schwächelte. Hier steht ein Minus der Erträge von 23% auf 786 Mio. € zu Buche.

Das Investmentbanking insgesamt, das neben dem Handel mit Wertpapieren auch das Beratungsgeschäft bei Fusionen und Übernahmen und die Begleitung von Kunden etwa bei Börsengängen umfasst, musste im Gesamtjahr deutliche Einbussen hinnehmen. Die Erträge sanken um mehr als 1 Mrd. € auf rund 13 Mrd. €. Vor Steuern blieben davon 530 Mio. € übrig.

Auch in der Vermögensverwaltung lief es nicht rund für die Deutsche Bank. Hier halbierte sich das Ergebnis von 732 auf 367 Mio. €. Das Privat- und Firmenkundengeschäft, in dem auch die Postbank enthalten ist, konnte hingegen die Erträge stabil halten und beim Ergebnis von 465 auf 829 Mio. € zulegen.

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