Unternehmen / Finanz

Der Husarenritt der Deutschen Bank

Analyse | Das Geldhaus will sich radikal umbauen. Doch der Markt nimmt CEO Christian Sewings neue Ziele nicht ab. Das erinnert an den Umbau der Credit Suisse.

Schon lange war abzusehen: Bei Deutsche Bank muss etwas gesche­hen. Seit Jahren produziert die Bank mit schrumpfendem zweistelligen Milliar­denertrag kümmerliche Gewinne oder gleich Verluste. Die Invest­mentbank (IB) des Finanzkolosses bindet das meiste Kapital im Haus und rechtfer­tigt es nicht mit entsprechender Perfor­mance. In zehn Jahren hat die Bank über 80% an Börsenwert verloren. CEO Chris­tian Sewing sucht jetzt den Befreiungs­schlag, der an den von Tidjane Thiam bei Credit Suisse vor vier Jahren erinnert.

Konkret will Sewing wie einst Thiam die IB zurückschneiden, wie er am Mon­tag ausführte. Das weltweite Aktienhan­delsgeschäft werde geschlossen, der Han­del mit Anleihen zusammengestrichen. 18’000 Angestellte sollen ihren Job verlie­ren. Davon soll auch der IB-Ableger in Zü­rich betroffen sein, wie FuW erfahren hat. Allerdings hofft man an der Uraniastrasse, den Abbau der wenigen Stellen über na­türliche Fluktuation zu bewerkstelligen. Die Vermögensverwaltung und das Asset Management der Deutschen mit Sitz im Prime Tower soll nicht betroffen sein. In­gesamt beschäftigt die Bank in Zürich und Genf rund 700 Personen.

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