Unternehmen / Ausland

Deutsche knausern bei der Dividende

Der Rekord von vergangenem Jahr wird wohl verpasst. Einige Konzerne sind mit sich beschäftigt und kürzen die Ausschüttung.

Die deutsche Dividendensaison hat am 31. Januar um 10 Uhr in der RuhrCongress-Halle in Bochum begonnen – mit einer Enttäuschung. ThyssenKrupp wird für das abgelaufene Geschäftsjahr kein Geld an die Aktionäre ausschütten. CEO Martina Merz hat die Aktionäre des Stahl- und Industriekonzerns auf einen harten und langen Sanierungskurs eingeschworen – da wäre eine Dividende das falsche Signal.

Noch haben nicht alle deutschen Unternehmen ihre Ausschüttungspolitik festgelegt. Das tun sie spätestens an der Bilanzmedienkonferenzen im Laufe der nächsten Wochen. So zieht erst Anfang April mit dem Dax-Jüngling Wirecard der letzte der dreissig grössten Konzerne im Nachbarland Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr und informiert über die Ausschüttung. Schätzungen von Marktbeobachtern gehen allerdings schon jetzt davon aus, dass mit Blick auf die gesamten Dividenden der wichtigsten deutschen Aktiengesellschaften der Rekord des vergangenen Jahres nicht erreicht wird. Nicht nur ThyssenKrupp schwächelt.

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