Unternehmen / Finanz

Deutsche Regierung zieht erste Konsequenzen aus Wirecard-Affäre

Neu soll die Finanzmarktaufsicht BaFin selbst ermitteln. Wirecard erhält einen vorläufigen Insolvenzverwalter.

(Reuters) Die deutsche Bundesregierung zieht erste Konsequenzen aus dem Skandal um den zusammengebrochenen Zahlungsdienstleister Wirecard. Die Zusammenarbeit mit der «Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung» (DPR), auch Bilanzpolizei genannt, werde beendet, bestätigte das Justizministerium am Sonntag in Berlin. «Wir haben uns mit dem Finanzministerium auf eine Kündigung verständigt», sagte ein Sprecher. Finanzstaatssekretär Jörg Kukies bestätigte in der «Financial Times», dass künftig die Bundesanstalt für Finanzaufsicht (Bafin) direkt selbst ermittle anstatt die DPR zu beauftragen. Die Selbst-Kontrolle der Branche über Wirtschaftsprüfer habe zudem nicht funktioniert. Daher müsse es Änderungen bei der Kontrolle geben. Berliner Rechtsanwaltskanzleien kündigten Sammelklagen gegen die Bundesrepublik wegen Versäumnissen der Behörden an.

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