Märkte / Makro

Deutschland rutscht in die Konjunkturdelle

Industrieunternehmen und Einzelhändler melden sinkenden Umsatz in den ersten zwei Monaten des Jahres. Ökonomen hoffen auf den Fortgang des Aufschwungs.

Die deutsche Volkswirtschaft ist für viele Ökonomen überraschend schwach in das Jahr gestartet. Eine Reihe amtlicher Statistiken liegen mittlerweile für Januar und Februar vor, und sie signalisieren fast durchweg eine schrumpfende Wirtschaftsleistung Anfang 2018. «Vergesst das erste Quartal!», schreibt Andreas Scheuerle, Volkswirt bei Dekabank in Frankfurt, in seiner monatlichen Konjunkturanalyse.

Noch wäre es aber verfrüht, vor einer nahenden Rezession in Deutschland zu warnen. Die liegt nach gängiger Definition von Ökonomen erst nach zwei Quartalen mit sinkendem Bruttoinlandprodukt (BIP) vor. Noch sprechen aber zum Beispiel die robuste Lage am Arbeitsmarkt sowie die wachsende Nachfrage nach Investitionsgütern dafür, dass es sich bei dem schwachen Jahresstart nur um eine vorübergehende Delle handelt. So rechnet auch Ralph Solveen, Volkswirt bei der Commerzbank, zwar mit einer geringeren Dynamik in den nächsten Quartalen. Er schreibt aber: «Ein Ende des Aufschwungs ist dies allerdings wohl kaum. Denn die expansive Geldpolitik der EZB schiebt die Wirtschaft weiter an.»

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