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Deutschland sucht die Target-Falle

In der Bilanz des Eurosystems der Notenbanken stehen die Risiken der Geldpolitik im Währungsraum. Welche Konsequenzen diese Risiken haben, ist unklar.

Die nationalen Notenbanken im Euroraum gehen zusammen mit der Europäischen Zentralbank (EZB) mit ihrer Geldpolitik seit Jahren grosse Risiken ein. Äussern tun sie sich in den aufgeblähten Bilanzen der Euronotenbanken und der EZB. Doch welche Konsequenzen diese Risiken haben, lässt sich nicht einfach beantworten. Klar ist nur, dass die deutsche Bundesbank aus dem grössten Euromitgliedsstaat auch die grössten Risiken trägt.

Ökonomen im Nachbarland streiten indes darüber, wie genau diese Risiken überhaupt zu messen sind. In ihrem emotionalen Streit fällt oft das Stichwort «Target2». Dahinter verbirgt sich das wichtigste Zahlungsverkehrssystem, das vom Eurosystem der Notenbanken seit 2008 in der zweiten Version betrieben wird. Darüber werden grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb der Eurozone abgewickelt (siehe Kasten unten rechts). Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?