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Dialog Semiconductor belasten AMS

Der deutsch-britische Smartphone-Zulieferer ist herabgestuft worden. Die Aktien brechen ein. Das spüren auch AMS.

Grösster Kurssturz seit 17 Jahren: Die Aktien des deutsch-britischen Chip-Entwicklers Dialog Semiconductor (DLG 33.39 -6.42%) befinden sich auf Talfahrt. Die Valoren verlieren zwischenzeitlich rund 35% nach einer Herabstufung durch das Bankhaus Lampe (die Kurs hat sich am Nachmittag erholt, notiert aber weiterhin deutlich im Minus). Die Analysten reagieren damit auf Personalentscheide beim US-Technologiegiganten Apple (AAPL 292.65 1.59%).

Demnach soll der iPhone-Konzern verstärkt eigene Experten an Powermanagement-Lösung arbeiten lassen. In Kalifornien und München soll das Unternehmen eigene Chip-Zentren aufbauen. Frühestens 2019 will Apple Gerüchten zufolge die eigenen Chips in die Smartphones einbauen. Es wird spekuliert, dass diese Entwicklung dazu führt, dass Dialog Semiconductor einen grossen Teil der Apple-Aufträge verliert. Den Analysten zufolge macht Dialog mehr als 70 % seiner Umsätze mit Apple. Sie stuften die Aktien auf «Sell» von «Hold» zurück. Das sorgt an der deutschen Börse für Aufregung unter den Anlegern.

Diese Entwicklung ergreift auch den österreichischen Konkurrenten AMS (AMS 34.83 -6.32%), der an der Schweizer Börse kotiert ist. Schliesslich ist Apple der grösste Kunde des Unternehmens. Die Aktien verlieren an der Spitze mehr als 9%. Zudem hat UBS (UBSG 11.06 -5.39%) die Empfehlung für die Chip- und Sensorfirma auf «Neutral» von «Buy» gesenkt, dabei allerdings das Kursziel von 55 Fr. auf 60 Fr. erhöht.

Dialog Semiconductor verzeichneten einen steilen Kursanstieg und erreichten ihr Jahreshoch bei 52,53 €. Nun befinden sie sich auf Konsolidierungskurs. Auch AMS konnten ihren Kurs seit Anfang Jahr nahezu verdoppeln auf ein Allzeithoch von 59,35 Fr.