Das Bewerten von Universitäten ist keine (ganz) exakte Wissenschaft; ein Stück weit bleibt derlei Ermessenssache. Dies gesagt: Das hier gezeigte QS World University Ranking, das seit 2004 erstellt wird, wendet eine ausgefeilte Methodik an und gilt als eines der einflussreichsten seiner Art (was für die Finanzierung, die Attraktivität für das Lehrpersonal und die Qualität der Immatrikulationen von Belang ist). Naturgemäss sind die jährlichen Bewegungen auf solchen Listen eher träge; besonders an der Spitze herrscht Kontinuität. Die renommierten amerikanischen Schulen liegen stets vorn, die ehrwürdigen britischen folgen dichtauf – und die ETH Zürich gehört traditionell zu den Top Ten, die EPFL in Lausanne zu den Top Twenty. Auch nur annähernd so gut eingestuft ist sonst keine einzige Hochschule auf dem europäischen Festland. In der Rangfolge von QS findet sich erst auf Platz fünfzig wieder eine, die TU München. Das ist bedeutsam für die gesamteuropäische Forschungszusammenarbeit. Sollte die EU, aus machtpolitischen, verhandlungstaktischen Erwägungen (Stichwort institutionelles Rahmenabkommen) ausgerechnet Schweizer Unis benachteiligen wollen, würde sie den eigenen Schulen schaden. Für «Brüssel» vielleicht ein Grund zur Erbitterung: Europas Spitzenakademien finden sich nun mal just nicht in der EU, sondern im Vereinigten Königreich und in der Schweiz. Das wird und darf auch so bleiben.