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Aktie im Blickpunkt

Maersk erhöht Gewinnprognose

Carlo Emanuele Frezza

Die Aktien von Maersk kennen seit einigen Monaten nur eine Richtung: nach oben. Vom coronabedingten Einbruch von Mitte März haben sie sich mehr als erholt. Über 60% haben die Valoren der weltgrössten Containerreederei seither zugelegt. Etwas kleiner ist das Plus, wenn man sie mit dem Stand von vor einem Jahr vergleicht. Mit einer Performance von +30% stehen sie aber dennoch überdurchschnittlich gut da.

Bei Maersk läuft derzeit nicht nur an der Börse alles rund. Das haben die am Montag vorgelegten vorläufigen Zahlen zum dritten Quartal gezeigt. Zwar gingen die transportierten Frachtmengen gut 3% zurück. Doch das ist besser als die eigenen Erwartungen und die der Analysten. Das Gleiche zeigt sich beim Umsatz und beim Ebitda. Der Konzern dürfte nach vorläufigen Zahlen rund 9,9 Mrd. $ umgesetzt haben, und der Gewinn vor Steuern liegt voraussichtlich bei etwa 2,4 Mrd. $. In der gleichen Periode 2019 erzielte er einen Erlös von rund 10 Mrd. $ und einen Ebitda von knapp 1,7 Mrd. $.

Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung und weil Maersk von einer weiteren Erholung der Nachfrage ausgeht, hebt das Management die Gewinnprognose für das Gesamtjahr an. Es geht davon aus, dass der operative Gewinn (Ebitda) in einer Spanne zwischen 7,5 und 8 Mrd. $ liegen wird. Bisher hatte der Konzern 6 bis 7 Mrd. € prognostiziert. Im selben Zug kündigt er im Rahmen seines geplanten Umbaus den Abbau von 2000 Stellen an. Im Zusammenhang mit dem Jobabbau fielen im dritten Quartal Kosten von rund 100 Mio. $ an.

Die detaillierten Ergebnisse zum dritten Quartal will Maersk am 18. November vorlegen. Bis dahin dürften die Aktien wegen der optimistischen Aussagen zum Geschäftsverlauf profitieren und weiter avancieren. Am Dienstag schlossen sie nach einem über weite Strecken positiven Handelstag unerwartet knapp im Minus bei 10’645 dKr. Nichtsdestotrotz notieren sie wieder auf dem Niveau von vor drei Jahren. Vom Rekordhoch, das sie 2015 bei 14’495 dKr. erreicht hatten, sind sie allerdings noch immer ein gutes Stück entfernt.

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