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«Die Angst vor Deflation ist übertrieben»

Richard Sylla, US-Finanzhistoriker, kritisiert das Inflationsziel der amerikanischen Zentralbank. Mehr Sorgen macht er sich aber um ihre Unabhängigkeit.

Die amerikanischen Währungshüter sind gefordert. US-Präsident Donald Trump will die Konjunktur mit einer lockeren Geldpolitik ankurbeln und schreckt nicht davor zurück, die Unabhängigkeit des Gremiums anzugreifen. Unter Beschuss ist das Federal Reserve aber nicht nur vom amtierenden Präsidenten. Auch Politiker am linken Rand kritisieren die Zentralbank.

Ebenfalls nicht immer einverstanden mit den Währungshütern ist Richard Sylla. Beispielsweise sieht der renommierte US-Finanzprofessor ein Inflationsziel von 2% als verfehlt an. Selbst in historischen Deflationsphasen habe man Wirtschaftswachstum verzeichnet.

Professor Sylla, US-Präsident Donald Trump kritisiert die Geldpolitik der amerikanischen Zentralbank oft und scharf. Wie gefährlich ist das für das Fed?
Es überrascht mich nicht, dass Trump und seine Administration für eine unterstützende Geldpolitik werben. Er will eine brummende Wirtschaft, damit er nächstes Jahr wiedergewählt wird. Die Gefahr für die Unabhängigkeit der Zentralbank geht aber nicht nur von ihm aus.

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