Märkte / Makro

Iran-Schockwellen verebben

Eine Entspannung im US-iranischen Konflikt ist nicht in Sicht. Einen ausgewachsenen Krieg wollen aber beide Seiten nicht riskieren. Das beruhigt die Märkte.

Wenn man die aktuellen Wertpapierkurse mit dem Niveau von Anfang Jahr vergleicht, deutet nichts darauf hin, dass das neue Jahrzehnt mit einer Schockmeldung aus der Golfregion begonnen hat. Etwas mehr als eine Woche nach der Tötung des iranischen Generals Kassem Soleimani notieren Aktien und Gold etwas höher, der Ölpreis, die Bondrenditen und Devisenkurse sind etwa auf dem gleichen Niveau (vgl. Texte unten).

Doch zwischendurch, etwa gleich nach dem US-Drohnenangriff auf Soleimani und nach den Vergeltungsschlägen des Irans, herrschte kurz Panik. Denn die Aktion der Amerikaner hatte selbst Experten überrascht, die schon länger vor den zunehmenden Spannungen zwischen dem Iran und den USA gewarnt haben, so wie Matt Gertken, Geopolitik-Stratege von BCA Research. «Kein anderer US-Präsident davor hat es gewagt, Soleimani zu eliminieren», sagt Gertken.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.